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Reiseblog - Aktuelle Meldungen

April 2017 - Malaysia

Eigentlich brauche ich zur Einreise nach Malaysia kein Visum und nichts. Es gibt einen Stempel und einen Aufkleber in den Pass dann darf ich 90 Tage bleiben. Der Grenzbeamte blättert, blättert, blättert....................... in meinem Reisepass, …......schaut sich jeden Einreisestempel und die Visa an....... Ich denke schon was kommt jetzt ...?????? Er war nur daran interessiert durch welche Länder ich nach Malaysia gekommen bin. Wir unterhalten uns noch ein wenig darüber dann bekomme ich meinen Stempel und den Aufkleber.

Kurz nach der Grenze fordert mich Malaysia heraus mit einem sehr steilen Anstieg. Angenehm ist das die Malaien recht gut Englisch sprechen. Ich kann mich mit ihnen verständigen.

März 2017 - Thailand

Heute ist mein Geburtstag den ich morgens im Hostel mit Lara aus Deutschland kurz beim Frühstück feire. Das Hostel ist mir zu laut da die Zimmer zur befahrenen Strasse raus sind. Bei der Suche nach einer neuen Unterkunft komme ich an einer unscheinbaren Seitenstrasse vorbei mit einem kleinen Schild mit Bett, Messer und Gabel. Zuerst gehe ich vorbei, dann denke ich gehe doch einfach mal schauen. Am Ende der Sackgasse scheint das Haus zu sein. Gehe hin,  frage nach einem Zimmer. Der Besitzer bietet mir was in einem moderneren Neubau an und zeigt auf ein im vintage Stil gebautes Holzhaus. Meine innere Stimme sagt mir deutlich nur das Haus. Wir gehen hinein und ich finde keine Worte. Das Haus ist voll eingerichtet mit Antiquitäten wir verstehen uns sofort,  kommen in den Austausch darüber und es entsteht von beiden Seiten eine spürbare Sympathie. Mir wird klar das der Zimmerpreis mein Budget übersteigen wird. Lange geht unser Gespräch über so vieles und Wiroj der Besitzer überlässt mir dann das Zimmer in diesem Haus zu einem unschlagbar günstigen Preis mit Frühstück. Da keine Gäste da sind kann ich mir das Zimmer aus suchen. Ich fühle mich sofort wohl, ein zu Hause Gefühl kommt auf. Familie Saengbangka kümmert sich rührend um mich und liest mir jeden Wunsch von den Augen ab.

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Das ganze Obergeschoss habe ich für mich mit einer super Terrasse. Das Universum sorgt gut für mich ein super Geburtstagsgeschenk.Ich habe das Gefühl Heimat/Familie gefunden zu haben. Für mich ist es was besonderes das so was mit wild fremden Menschen passiert. Einige Tage bleibe ich. Der Abschied von Wiroj und Chomkhae ist emotional, tief und herzlich. Bei Chomkhae kommen Tränen,  was mich innerlich sehr berührt. Es beschäftigt mich noch einige Zeit an diesem Tag. Zwischen der Familie und mir  ist eine tiefe Verbindung entstanden.

Wenn ihr nach Chumphon kommt kann ich euch diese Unterkunft empfehlen
„ BAANCHOMKHAE „ Homestay – e-mail:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; - Tel.081-345-6937.

Ich möchte gerne an die Andamanenküste über die Berge an den Isthmus von Kra. Die Strasse wird geschickt um die Berge geführt und die Steigungen sind human. Wo es geht verlasse ich wieder den Highway. Die Berge werden immer höher und ich denke bis Ranong kommt bestimmt noch was. Es war nicht so. Auf Ranong freue ich mich da
es dort die heißen Quellen gibt. Entspannt komme ich an. Gehe am Abend noch in die heißen Quellen.

Heiner Zimmer - Bikeroadcruiser.comAuf dem Fruchtmarkt lerne ich die Mangopflaume kennen eine tolle Frucht. Ich erkunde ohne Gepäck die Umgebung und fahre in den Canyon von Ranong. Wollte eigentlich nur eine kurze Tour machen, am Ende waren es dann doch 60 km. Unberührte Natur in einem Nationalpark. Am Abend gönne ich mir eine ausgiebige Thai Aroma Öl Massage. Diese war so gut das ich sofort noch eine für den nächsten Tag gebucht habe. Ein Tag ein Visa Run nach Myanmar. Mit einem Holzboot geht es nach Kawthaung wo es zugleich den Einreise- und Ausreisestempel gibt. Mit dem Boot geht es zurück nach Thailand wo es wieder ein 30 Tage Visa on Arrival gibt. Dieser Visa Run ist weitaus günstiger als die Verlängerung in Thailand.

Früh verlasse ich Ranong um die morgendliche Kühle noch etwas zu haben. Der nächste Naturpark wartet auf mich.
Durch die Mangroven führt der Weg nach Hat Bang Ben. Ein Ort wo die Seele nur so baumelt.

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Im Wasana Ressort finde ich einen kleinen Bungalow. Fühle mich mal wieder buddel wohl. Der Besitzer ist ein Holländer und wir verstehen uns sehr gut. Froh bin ich das ich zeitlos unterwegs bin. Die Natur und Ruhe geniesse ich für einige Tage. Wandere durch den Regenwald im Naturpark  zu einigen abgelegen Stränden und Fischerdörfern.

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Die Fischer leben in einfachen Hütten. In ihren Gesichtern sehe ich die Zufriedenheit die sie aus strahlen. Schaue zu wie die Palmfrüchte geerntet werden fürs Palmöl. Es gibt viele Cashewbäume wo auch momentan der Cashewapfel geerntet wird an dem die Nuss hängt. Entspannt chille ich einen Tag am Bungalow.

Die wunderschöne Landschaft begleitet mich weiter nach Khao Lak. Auf dem Weg dort hin lerne ich den Fernradler Dirk kennen der zur Zeit in Khao Lak ist. Er ist auf dem Weg zum Strand wo ich mein zweites Frühstück gerade hatte. Wir verabreden uns für den Abend.

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Über ihn lerne ich Tom kennen der in Khao Lak ein Lokal betreibt. Der Tsunami hat damals in Khao Lak viele Häuser zerstört wo von heute kaum noch was sichtbar ist. Bei Tom lerne ich einen Lakota Indianer kennen der jedes Jahr nach Khao Lak kommt. Die Küste entlang durch die vielen Karst Berge geht es weiter, die Landschaft ist ungewohnt.

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Die Berge sind nicht hoch, stehen einfach so herum. Es sind keine großen Anstiege jedoch geht es immer nur rauf und runter. Dazu kommt seit Tagen ein starker Gegenwind, was Kraft kostet. Selbst bergab muss ich strampeln.
In dieser Gegend gibt es kaum Unterkünfte. Die ich finde sind mir zu teuer. In einer dieser teuren Ressorts darf ich mein Zelt aufstellen, den Naturpool benutzen was so gut wie eine Dusche ist und die Toiletten an den Unterkünften der Bediensteten.
Auf dem Weg nach Krabi komme ich an die  Bucht von Noppharathara meine Pause ist länger. Es gefällt mir gut hier und ich suche mir eine Unterkunft. Die Strände vor Krabi sind sehr touristisch.

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Heiner Zimmer - Bikeroadcruiser.comIm Hostel lerne ich Chiko einen Inder kennen der in Melbourne lebt. Er ist auch auf unbestimmte Zeit ausgestiegen und reist zu den verschiedenen Kletterorten dieser Erde. Bleibe ein paar Tage. Es wird Zeit dem Touristentrubel zu entfliehen. Schaue mir auf dem Weg noch Krabi an.

Im kleinen beschaulichen Klong Thom entscheide ich spontan noch den Emerald Pool zu besuchen. Bei den Menschen hier finde ich wieder diese Ruhe und Gelassenheit ohne diese $ Zeichen in den Augen. Auf dem Nachtmarkt wird mir die Teezubereitung erklärt. Sofort habe ich Kontakt mit den Einheimischen. Das Essen ist um vieles billiger und besser, sie wollen nicht meine $.
Am anderen Tag fahre ich ohne Gepäck in die Berge zum Sa Monrakot mit dem Emerald Pool.

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Ein Naturpool in den Bergen mit türkis klarem Wasser in dem ein abkühlendes Bad erlaubt ist. Ein weiterer Weg durch den Regenwald führ zum Blue Pool. Glasklares blaues Wasser durch die Ablagerung der Erze am Boden die das Flusswasser mit bringt. Das war ein wunderschöner Tag.

Bin mir noch nicht sicher ob ich auf die Insel Koh Lanta will, wegen der vielen Touristen. Es ist früh und ich kann mir in Ruhe mit Gepäck die Insel anschauen und dann entscheiden ob ich da bleibe. Mit der Fähre setze ich über.
Bei Erkundung lerne ich Heidi und Hagen kennen aus der Nähe von München,die ich später auch mal gerne in Deutschland besuchen werde.

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Trotz der vielen Touristen ist die Insel sehr entspannt und ruhig.
Mit dem Fahrrad bin ich viel unterwegs. Einige Strände sind wenig besucht, gehe viel schwimmen.
Jeden Tag gibt es Gewitter mit kräftigen Schauern. Die Einheimischen sprechen davon das dieses Jahr die Regenzeit wohl früh beginnt.
Auf meiner Weiterfahrt zur malaysischen Grenze nehme ich viele kleine Nebenstrassen, die oft sehr verzweigt fast wie ein Labyrinth  sind. Wiedermal stehe ich in einem Dorf an einer Abzweigung und weiß nicht so recht welchen Weg ich nehmen soll. Eine Frau läd mich zum Essen ein und versucht mir dann zu erklären wie ich aus dem Labyrinth  raus komme. Kurz entschlossen nimmt sie ihr Moppet und geleitet mich etwa 10km bis zur Hauptstrasse.

Der Regen zwingt mich oft zu einem Stop. Die Menschen sind sehr hilfsbereit. So in einer Polizeistation, zuerst gibt es Tee. Als der Regen nicht aufhört gibt es was zu essen.

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Dann fährt der Polizist Satir nach Hause und kommt mit einer Tasche frischer Früchte zurück. Ein andermal es hört nicht auf zu regnen, wird schon dunkel und die nächste Unterkunft ist 30 km entfernt. Ich soll in einer Schule schlafen können auf einer überdachten Terrasse.
Jemand begleitet mich zur Schule, die meist in der Nähe von Wats sind wo Mönche leben. Von den Mönchen bekomme ich eine Schlafpritsche angeboten. Im Wat werde ich zum Essen eingeladen wo die Dorfgemeinschaft zu einer Beerdigung ist. Es ist wie eine Selbstverständlichkeit das ich dazu gehöre. Einen Tag zuvor habe ich das gleiche zur Mittagszeit erlebt. Eine Traurigkeit ist in mir, dieses wunderbare Land zu verlassen.

 

Februar 2017 - Thailand

Zu schnell ist es vorbei und der Abschied fällt uns nicht leicht. Einige Tage verbringe ich noch auf der Insel.
Wieder auf dem Festland durchstreife ich eine Landschaft mit viel Obstanbau und kleinen Dörfern mit typischen alten Holzhäusern. Bevor ich die Küstenstrasse nehme noch ein Abstecher in den Kitcha Kut Nationalpark zur Pilgerstätte Khao Phra Bhat.

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Die jeder buddhistische Thailänder einmal in seinem Leben besuchen möchte. Diese ist den Touristen noch nicht so bekannt und ich habe kaum welche angetroffen.
Die Küste hier ist traumhaft schön. Auf kleinen Nebenstrassen bin ich unterwegs. Durch Palmplantagen kleine verschlafene Dörfer von einer Bucht zur anderen. Dieser Küstenabschnitt wird hauptsächlich von Thailändern am Wochenende genutzt. Eine kaum zu beschreibende Ruhe und Gelassenheit. Oft bei der Suche nach einer Unterkunft stehe ich in der Rezeption die offen ist, aber im ganzen Ressort ist keine Menschenseele zu finden.
Es ist auch schwierig den richtigen Weg zu finden da es kaum Beschilderung gibt und wenn dann nur in der Schrift die ich nicht lesen kann. Oftmals musste ich mich auf meine gute Orientierung verlassen und bin dann aufs gerade Wohl weiter gefahren in die Richtung die ich für richtig hielt. Mal ging es gut!!! oder auch …....nicht???.
Bei längeren Pausen bin ich meistens eine Runde im Meer schwimmen gegangen. Die Stimmen des Regenwaldes
begleiten mich, die Sonne verwöhnt mich den ganzen Tag. So lässt sich gut leben. Ich bin dankbar dies so erleben zu dürfen. Oft bleibe ich mehrere Tage an einem Ort. Es kommen Gedanken; hier könnte ich später mal Leben
oder meine Reise mal für einige Zeit unterbrechen. Die ersten Bettenburgen tauchen auf, der Pauschaltourismus
beginnt.Von Pattaya gibt es seit Januar eine neue Bootsverbindung nach Hua Hin, die ich gerne nutzen möchte. In Jomtien suche ich mir eine Unterkunft da es nicht weit zum Pier von Pattaya ist. Im Büro am Hafen will ich mir am anderen Tag eine Fahrkarte für das Boot nehmen. Hier erfahre ich dann das es nicht möglich ist das Fahrrad mit zu nehmen, da es nicht durch den Scanner geht der fürs Gepäck benutzt wird. So schnell gebe ich nicht auf. Fahre zum Pieranleger mit dem Fahrrad um nach einer Lösung zu suchen. Ohne Erfolg. Ich bin etwas frustriert da ich um an die Golfküste zu kommen das Industriegebiet unterhalb von Bangkok durchfahren muss. Auf diesen 250 km gibt es so gut wie keine Nebenstrassen. Mit meinem Ärger und Frust im Bauch bewältige ich dies in zwei Tagen. In Samut Songkhram komme ich gerade zur rechten Zeit am Maeklong Railway Market an als ein Zug durch fährt.

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Der Markt ist an den Schienen und wenn ein Zug kommt bauen die Marktbetreiber ihre Stände für die Durchfahrt des Zuges zurück. Ich hab es geschafft und bin an der Golfküste. Frust und Ärger sin vergessen. In Phetchaburi wo ich übernachte hat gerade das Lichterfest am Wat Mahathat Worawihan dem Wahrzeichen der Stadt begonnen.

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Der ganze Berg mit seinen Prachtbauten ist mit Lichterketten und Lampions beleuchtet und viele besuchen das Fest in alter thailändischer festlicher Tracht. Fern vom Highway geht es auf Nebenstrassen/ Schotterwegen nach Süden. In Hua Hin treffe ich auf Jonas und Claudia mit denen ich einen Tag in Phetchaburi verbracht habe. Am nächsten Tag besuchen wir zusammen das Pharaya Nakhon Cave. Eine imposante Tropfsteinhöhle in die ein Tempel gebaut wurde. (Mehr Info im Internet)

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Wir waren früh morgens zur rechten Zeit da wenn die Sonne in die Höhle kommt. Das hat mich sehr beeindruckt.
 
Die ersten Karstberge tauchen auf und abseits vom Highway macht es Freude durch diese wunderschöne Landschaft zu radeln. Wieder einsame Strände und kleine Fischerdörfer. Thailand begeistert mich. Oft gehe ich zwischendurch mal im Meer schwimmen, da die Temperaturen von Tag zu Tag steigen. Um die Mittagszeit habe ich schon mal 46,8° . In Prachuap Khiri Khan führt die Strasse über eine Militärbasis zur Limonenbucht, wobei die Landebahn überquert wird. Bei einem Start wird die Strasse mit einer Schranke von Hand gesperrt. Es ist paradiesisch hier leere Traumstrände, einsame Buchten, Regenwald, kleine Siedlungen.

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Ein kleines Fischerdorf zieht mich in seinen Bann. Hier scheint die Zeit still zu stehen. Alle sind gelassen und entspannt bei ihrer Arbeit.

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Hier esse ich mit den Füssen im Sand und freiem Blick aufs Meer das beste Fischcurry meines Lebens.
In den letzten Tagen habe ich einige Fernradler auf der Strecke getroffen.
Bis Chumphon bleibe ich an der Golfküste.

Januar 2017 - Thailand

Der Grenzübertritt nach Thailand geht reibungslos. Ich nutze mein 60 Tage Visum das ich mir in der Botschaft in Saigon genommen habe. In Thailand sind die Strassen sofort besser.

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Auf dem Weg nach Trat geht es die Küste entlang durch kleine Fischerdörfer wo ich wieder mal hängen bleibe. In meiner Unterkunft in Trat treffe ich zufällig Natali und Patrick, die ich in Vietnam kennen gelernt habe. Sie sind auf dem Weg nach Koh Chang, wo auch ich mit meiner Tochter drei Wochen Urlaub mache. Kurz nach der Fähre steht die Überquerung eines Berges an um an die Westküste zu kommen. Das ist eine Herausforderung. Noch nie auf meiner Tour hatte ich solche Steigungen. Mit meinem Gewicht schaffe ich es nicht im 1. Gang diese zu nehmen. Viel Kraft kostet es, die 70 Kg Fahrrad und Gepäck, über den Berg zu schieben.

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Die Belohnung gibt es wie immer oben. Eine fabelhafte Aussicht auf die Küste. Bin einige Tage früher auf der Insel und erkunde diese schon mal. Lerne Max aus München kennen der auf seinen Reisen filmt und dies als Dokumentationen ans Fernsehen verkauft. Von Frank und Hans die beide seit Jahren hier überwintern erfahre ich was hier auf der Insel so abläuft und erhalte gute Tips.

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Koh Chang ist bergisch und bewaldet. Das Meer ist glasklar und türkis. Kleine Hotelanlagen säumen die Küste. In der Bebauung sind mehr als drei Stockwerke nicht erlaubt da es ein Naturpark ist. Im Bonnja Resort haben wir für diese Zeit einen Bungalow gemietet.

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Bei Christine und ihrem Sohn Manuel ist es familiär. Wir genießen diese Ruhe und Gelassenheit und chillen oft am Strand. Meine Freunde Natali und Patrick sind auch längere Zeit hier und unsere Unterkünfte sind nicht weit auseinander so das wir uns öfter treffen. Es entwickelt sich eine innige Freundschaft. Am Strand trifft meine Tochter überraschend eine Freundin aus Köln die mit einer Freundin in Thailand unterwegs ist.

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Eine lustige Clique wir buchen eine Bootstour zum Schnorcheln und unternehmen einiges zusammen. Viel Zeit verbringe ich mit meiner Tochter was uns beiden gut tut. Ich habe mich sehr darüber gefreut das wir das so geschafft haben.

Dezember 2016 / Januar 2017 - Kambodscha

Sofort hinter der Grenze verschlechtern sich die Strassen enorm. Durch eine Landschaft von Ackerbau und Viehzucht steuere ich den Mekong an.

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Bald machen mir die schlechten Strassen nicht mehr soviel aus da mich die vielen neuen Eindrücke überfluten. Ich genieße es hier unterwegs zu sein. Verlasse den Highway und fahre auf Schotter, Geröllwegen durch die vielen kleinen aneinander gereihten kleinen Dörfer und beobachte das Leben der Menschen hier.

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Das ist der Spiegel des echten Asien. Die Hütten sind überwiegend einfach ausgestattet. Ein großer Raum mit Schlafplätzen und Küche mit Feuerstelle, diese oft in einem Tongefäß. Die Menschen sind zufrieden und strahlen das aus. Ein herrliches Gefühl hier zu sein. Fast alle Häuser stehen auf Stelzen. Sind diese nicht über das Wasser gebaut so ist auf der Bodenebene unter den Häusern der Platz wo tagsüber das Leben sich abspielt.

In Kratie bei einer mehrtägige Pause erkunde ich mit Fahrrad ohne Gepäck die Umgebung. Nicht weit von Kratie gibt es im Mekong noch die Irawadi-Süsswasserdelfine. Eva und Joost, ein holländisches Paar, lerne ich in der Unterkunft kennen.

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Sie leihen sich Fährräder und wir beradeln die Insel die bei Kratie im Mekong liegt. Der Mekong hat machmal eine enorme Breite und es macht Freude ihm zu folgen.

Auf dem Weg nach Kampong Cham werde ich von der Strasse auf eine Hochzeit eingeladen und gehöre eine zeitlang zu den Gästen.

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Ein etwa 12 jähriges Mädchen aus der Nachbarschaft lernt in der Schule Englisch und macht den Übersetzer.

Da ich nicht unter Zeitdruck stehe bleibe ich einige Tage in Kampong Cham und schaue mir entspannt ohne Gepäck mit dem Fahrrad die Umgebung an. Der Vorteil ist ich braue kein Transportmittel.

Ich lerne Olga aus der Nähe von Moskau kennen.

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Sie leiht sich für einen Tag ein Fahrrad und ist froh mit mir über die größte, aufwendigste Bambusbrücke der Welt, zur benachbarten Insel im Mekong, radeln zu können.Danach besuchen wir noch eine alte Tempelanlage außerhalb der Stadt.

Um Phnom Penh zu umfahren verlasse ich meinen geliebten Mekong. Es fällt mir schwer und ich sitze noch eine halbe Stunde am Fluß bevor ich weiter fahre.

Die Strassen werden immer schlechter, teils fehlt der Teerbelag und viele Kilometer nur Schotter, eine reine Holperpiste trotz Nationalstrasse. Teilweise nehme ich dann zur Entspannung kurz den Highway der schnell nervig wird und ich wieder Nebenstrassen bevorzuge.

Der nächste Nationalpark ist mein Ziel. Weihnachten und Silvester sind in greifbarer Nähe.

Ich überlege wo ich die Tage verbringen will. Meine Wahl ist Sihanoukville da dies ein viel besuchtes Ziel von Touristen ist. Zu der Zeit war ich der Meinung hier am besten die Feiertage verbringen zu können. Auf dem Weg dorthin, beim Obsteinkauf in einem kleinen Dorf , werde ich von einer der Verkäuferinnen angesprochen ob ich Deutscher bin. Sie erzählt das sie mit Michael einem Deutschen verheiratet ist und hier lebt. Bei einem Tee in seinem Haus verabreden wir uns für Silvester in Sihanoukville, wo er auch mit Familie und Freunden sein wird.

Zwei Tage vor Weihnachten im Naturpark komme ich an einer Eco Farm vorbei, der ein Ressort angegliedert ist.

Ich schau es mir an, der Preis entspricht nicht so ganz meinem Budget. Viel Bargeld habe ich auch nicht mehr dabei. Der Bungalow und die so ruhige Lage gefallen mir ich möchte hier bleiben. Mit Karte zu bezahlen ist nicht möglich und der nächsteATM ist 30 km entfernt. Ich checke meine Finanzen erkläre die Finanzlage und handle einen guten Preis aus so das ich bis einen Tag nach Heiligabend mit dem Geld komme. Am anderen Morgen lerne ich zufällig den Besitzer kennen und wir haben ein ausführliches Gespräch. Mein Bungalow steht mir nur am ersten Tag zur Verfügung und der neue Gefällt mir von der Lage überhaupt nicht . Die Damen an der Rezeption erklärten mir jedoch das sie ausgebucht seien und nur der mir angebotene noch frei sei. In meinem Gespräch mit dem Besitzer erwähne ich dies auch und als ich wechsle erhalte ich einen super schönen Bungalow mit super Ausblick. In Ruhe und Abgeschiedenheit verbringe ich den Heiligabend. Es gibt kein Internet und ich kann meine Lieben in Deutschland nicht informieren das es mir gut geht.

Auf dem Weg nach Sihanoukville im Botum Sakor Nationalpark bin ich vom Dschungel umgeben der nur wenig besiedelt ist und ich genieße es hier zu sein. Der Gedanke tiefer in den Dschungel zu fahren wird stärker und stärker. Es kommt Zweifel auf, schaffe ich das ohne Dschungel Erfahrung ? Als ich dann am Abzweig nach Sihanoukville stehe ist für mich klar ich nehme die Herausforderung Dschungel an.

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Die nächsten Tage bin ich, mit Fahrrad, auf Dschungelstrassen unterwegs. Vereinzelt gibt es Siedlungen mit wenigen Häusern und ich nutze mal wieder das Zelt.

Die Lebensmittelbeschaffung gestaltet sich schwierig. Mal finde ich was oder ich gehe an meine Notration die ich immer dabei habe. Ich wußte auch nicht wann ich noch mal auf eine Siedlung stosse. Die Tage im Dschungel sind für mich das schönste Weihnachtsgeschenk das ich jemals bekommen habe. Ich habe zum ersten mal in meinem Leben das Körpergefühl absolut frei zu sein.

Später in einem kleinen Ort lerne ich Donath kennen der in einer Holzhütte in zwei Zimmern Kinder in Englisch unterrichtet. Von Ihm werde ich gebeten am Abend den Unterricht zu gestalten. Im Dorf besorgt er mir eine Unterkunft und ich kann sehen wie eine Familie auf dem Lande in Thailand lebt.

Die Weiterfahrt ist sehr anstrengend da es immer wieder rauf und runter geht. Ich hab mal wieder Hunger, bin etliche Stunden unterwegs und habe keine Menschenseele gesehen, als am Horizont etwas auftauchte was nicht wie

Natur aus sieht. Es sind einige Buden die Obst anbieten sowie eine Strassenküche. Es gibt gebratene Nudeln mit Gemüse und Spiegelei. Der Tag ist gerettet und es geht mir gut. Mein Tag endet heute in Ta Tai einem kleinen Ort am Fluß jedoch immer noch umgeben von Dschungel. Ich finde eine recht günstige Unterkunft. Am nächsten Tag läd mich der Vermieter, der Dschungeltouren mit Touristen macht, kostenlos ein mit auf die Tour zu gehen.

Sylvester verbringe ich in Krong Koh Krong im Paddy Bamboo Guesthouse, eine coole Location mit netten Gästen. Abends beim Essen lerne ich Gerry einen Deutschen kennen der seit einiger Zeit hier lebt.

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Wir treffen uns öfter und es entwickelt sich eine Freundschaft. Manuel ein Freund von ihm hat ein Boot in Ta Tai liegen und wir machen einen Tag auf dem Fluß eine Tour in den Dschungel und besuchen dabei Thomas der ein Ressort im Dschungel am Fluß betreibt. Von Gerry und seinen Freunden erfahre ich viel über die Lebensart der Kambodschaner und der Ausländer die hier leben. Ich besuche das nahegelegene Fischerdorf und den Mangrovenwald in der näheren Umgebung. Mein Visum läuft aus und ich verlasse Cambodia.

 

 

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